Alte Salzstraße Halle-Prag e.V.

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Umbau im Hotel „Roter Hirsch“, 09236 Claussnitz, Am Anger 1

Unser Vereinsmitglied Jan Kösters, Chef des Hotels, nutzt die Zwangspause der Hotelschließung zum Umbau des Hotels.
Da damals direkt durch die ehenalige Ausspanne „Roter Hirsch“ die „Alte Salzstrasse von Halle nach Prag“
führte, und im Gebäude die damalige Zollstation war, wird mit dem Umbau auch an die historische Geschichte
des Hauses gedacht. Es es entsteht ein neuer Gastraum mit dem Namen „Salzkammer“.
Wir Mitglieder wünschen Jan und sein Team ein gutes Gelingen.
Über den Baufortschritt, und die hoffentliche baldige Öffnung aller gastronomischen Einrichtungen, werden wir weiterhin in Bild und Ton festhalten und veröffentlichen.

Roter Hirsch Claußnitz
Video: privat Jan Kösters
Foto: Hotel Roter Hirsch

Liebe Internetnutzer, werte Leser, Freunde und Mitglieder, sowie Interessentinnen des Vereins „Alte Salzstrasse Halle – Prag e. V.“

Im Jahre 2020 hätten wir unter normalen Bedingungen das 10-jähriges Bestehen unseres Vereines hier in Halle (Saale) gefeiert. Leider haben uns die Pandemien einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der pandemiefreie Sommer war leider auch viel zu kurz, die Kontakte speziell zu unseren Mitgliedern in Tschechien intensiv zu gestalten, da auch da der Virus die Oberhand hatte. So blieb hauptsächlich das Telefon und das Internet zur Kommunikation untereinander übrig.

Doch das ersetzt nicht die aktive, gemeinsame Zusammenarbeit, wie wir es über die Jahre gewohnt waren. Und da hat sich in den letzten Jahren allerhand getan.

Ich denke da unter anderen an die vielen Fachvorträge sowie die Teilnahme an den Stadt- und Volksfesten entlang der alten Salzstraße. Unvergessen ist die Fahrt mit einen über 150 Jahre alten Salzfuhrwagen von Lößnitz nach Halle (Saale) und dann von Lößnitz nach Prag, der Hauptstadt der Tschechischen Republik. Wenn man hier stolz zurückblickt, so muss man unbedingt dem Alt-Bürgermeister von Lößnitz, seinen fleißigen Mitstreitern der Stadt, den Kutschern und unseren Mitgliedern in Tschechien Dank sagen.

Vor der Pandemie haben sich sehr gute Kontakte und eine tolle Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und Heimatvereinen der Städte Zschopau, Waldheim und Louny entwickelt. Bei den dort jährlich stattfindenden Stadtfesten konnte unser Team mit Vorträgen über die „Alte Salzstraße“ informieren sowie mit dem traditionellen Schausieden die Salzgewinnung aus Sole demonstrieren. Leider mussten die Veranstaltungen im Jahre 2020 ausfallen.

Wir, die Mitglieder der „Alten Salzstraße Halle – Prag e.V.“ gehen vorsichtig optimistisch ins Vereinsarbeitsjahr 2021. Unser Wunsch ist, dass wir mit allen Freunden und Partnern in diesem Jahr gemeinsame Veranstaltungen mit vielen begeisterten Menschen auf der Salzstraße von Halle bis Prag feiern können.

Ich möchte auf diesem Wege alle Heimatvereine an den Orten der „Alten Salzstraße“, Silberstraßen oder anderen historisch gewachsenen Straßen über das Erzgebirge zur gemeinsamen Arbeit animieren. Keiner hat was vom Denken „von Ortseingangsschild zu Ortsausgangsschild“.  Nur gemeinsam können die mühsam erarbeiteten Dokumentationen der einzelnen Orte über die Ortsgrenzen publik gemacht werden. Wir kommen auch zu Ihnen, um vor Ort die „Alte Salzstraße“ mit Wort und Bild vorzustellen. Über eventuelle Anfragen freut sich

Hartmut Machts

Präsident

Alte Salzstraßen im 14. – 16. Jahrhundert

Salzstraße

 

Was für die heutige Wirtschaft das Erdöl und Erdgas sind, war vor 1000 Jahren das Salz für die Menschen. Die Einen wurden reich, Andere mussten sich in Abhängigkeit begeben. Heute durchziehen Erdöl- und Erdgasleitungen ganz Europa, früher waren die Salzstraßen die Lebensadern der Wirtschaft.

In Europa gab es vor 1000 Jahren viele Salinen, einige Salzbergwerke und unzählige Salzgärten an den Meeren, in denen Salz gewonnen wurde. Die meisten davon hatten jedoch nur lokale Bedeutung. Nur an wenigen Orten wurde für den Fernhandel produziert. Das waren in Mitteleuropa z.B. Lüneburg und Halle, die Region um Salzburg und einige Salzgärten an der Adria, sowie im östlichen Mitteleuropa das Salzbergwerk Wieliczka.

Diese Orte mit ihren Handelsplätzen Lübeck, Magdeburg, Leipzig, Prag, Salzburg, Venedig und Rom sollen mit einer neuen „kulturtouristischen Alten Salzstraße“, einer Ferien- und Panoramastraße, verbunden werden. Diese historische Alte Salzstraße führt heute vor allem durch ländliche Regionen, abseits des Touristenrummels oder der städtischen Hektik. Die touristische Erschließung soll Impulse für diese dann verbundenen Regionen bringen. Für Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen) und Tschechien wurde dafür im Jahr 2010 der Verein „Alte Salzstraße Halle – Prag“ gegründet, der im Netzwerk „Alte Salzstraßen“ aktiv den Wegeabschnitt durch Mitteldeutschland und Tschechien, zwischen Halle und Prag, entwickeln will.