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Sayda

Das Gebiet um die „Kleinstadt auf der Höhe“, wie sich Sayda selbst nennt, wurde etwa in der Mitte des 12. Jahrhunderts von Böhmen aus besiedelt. Sayda wurde um 1200 als Straßenburg und feste Zollstätte an der Kreuzung mehrerer Handelswege von dem böhmischen Adeligen Slavko gegründet, der in der Nähe kurz zuvor auch das Zisterzienserkloster Osek eingerichtet hatte. 1207 wird das auf dem Erzgebirgskamm gelegene Sayda zum ersten Mal erwähnt, da es Abgaben an Osek zu leisten hatte.  Wechselnde Besitz- und Lehensansprüche zwischen dem Königreich Böhmen und der Marktgrafschaft Meißen bestanden bis zum Jahre 1352, als das Adelsgeschlecht von Schönberg Sayda übernahm und dem Ort Aufschwung verlieh (1442 Stadtrecht, Handwerk blühte auf, Zünfte entstanden). Im 15. Jahrhundert war Sayda mit 3.000 Einwohnern fast genauso groß wie Dresden. Auf Grund ihrer Lage wurde die damals blühende Stadt häufig von plündernden und brandschatzenden Kriegsheeren heimgesucht. Auch überdurchschnittlich viele Stadtbrände schadeten der Stadtentwicklung, so dass der Ort an Bedeutung verlor. Nur der Tourismus gewann in den letzten 100 Jahren zunehmend an Bedeutung und wird von Gästen aus nah und fern sehr geschätzt. Heute prägen die Bergstadt Handwerk und Gewerbe. Sayda ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderfreunde und Wintersportler, lädt historisch Interessierte zum Entdecken ein (Museum, Kirche, Wasserturm etc.) und liegt in direkter Nachbarschaft zum Spielzeugdorf und Kurort Seiffen.

Sächsischer Gasthof „Kleines Vorwerk“